Folge 124: Wer ist der Kapitän in deinem Leben?
Shownotes
Schreibe mir gerne deine Fragen, Anregungen und Gedanken einfach unter Instagram oder Facebook. Ich werde sie dir gerne in einer der nächsten Folgen beantworten.
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00:00:04: Hallo und herzlich willkommen bei.
00:00:06: ist das alles?
00:00:07: change your life.
00:00:09: Ich bin Regula Sen und meine Geschichte der Interviews und praktischen Tipps unterstützen dich wieder mehr Pfiff und Schwung in dein Leben zu bringen.
00:00:19: Willst du endlich Veränderungen angehen für ein erstklassiges, lebendvoller Freude und Wohlbefinden?
00:00:26: Dann schnall dich an und lass uns starten!
00:00:31: Herzlich willkommen in der ersten Herbstfolge.
00:00:35: Es ist schon September geworden, es ist noch schön warm spätsommerlich aber man spürt auch schon... ...es liegt ein besonderes Licht in der Luft und der Herbst kündigt dich an!
00:00:47: Die heutige Folge heißt wer ist der Kapitän in deinem Leben?
00:00:52: Und genau darum soll's heute gehen.
00:00:54: mir geht es darum mal zu gucken für dich selber Wie viel steuerst du wirklich selbst und wieviel überlässt Du dem Wind von außen?
00:01:05: Stell dir dein Leben für einen Moment als Schiff vor.
00:01:08: Es gibt einen Kurs, es gibt Wetterströmungen andere Schiffe rundherum Und es gibt jemanden am Steuer.
00:01:17: Die Frage die mich in diese Woche begleitet hat bei all den Klienten die ich betreut habe und auch immer wieder für mich in meinem Leben, für die Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind.
00:01:31: Für meine eigenen Kinder ist wer steht bei dir eigentlich am Ruder?
00:01:38: Bist du es selbst oder lässt du erstaunlich oft andere den Kurs bestimmen?
00:01:43: Dein Umfeld Erwartungen von außen Das was man eben so tut.
00:01:50: Lass uns einen Blick darauf werfen, denn ich bin ganz fest überzeugt dass es sich lohnt.
00:01:56: Und sehr gut zu diesem Podcast passt.
00:02:00: ist das alles diese Frage sich zu stellen und wenn nicht change your life!
00:02:07: Lasst uns du erst eintauchen mit ein bisschen Theorie Denn es gibt nämlich ganz zwei besondere Arten das eigene Leben zu erklären.
00:02:17: Die Psychologie hat für genau diese Frage ein Begriff, den Locus of Control.
00:02:25: Zu Deutsch heißt es Sophie Wieck-Kontrollüberzeugung.
00:02:29: Der Psychologe Julian Rotter hat schon in den sechziger Jahren beschrieben dass Menschen sich grundsätzlich unterscheiden wo sie die Ursache führt das was ihnen passiert verorten.
00:02:45: Also Menschen mit einer eher externalen Kontrollüberzeugung erleben das, was ihnen widerfährt.
00:02:53: Vor allem als Ergebnis von äußeren Kräften – also von Glück, Zufall, Schicksal oder eben anderen Menschen über sie bestimmen!
00:03:05: Vielleicht ist es jetzt ein bisschen ähnlich wie der Podcast den ich zu Pechvogel und Glückspilz beschrieben habe?
00:03:15: zum Beispiel zwei Personen vor und das jetzt ein bisschen besser zu erklären, die typisch bei der gleichen Beförderung übergangen werden.
00:03:24: Die eine sagt sich Typisch!
00:03:27: Die Chefin mag mich einfach nicht da kann ich sowieso nichts machen.
00:03:31: für sie liegt die Ursache komplett außerhalb ihrer eigenen Reichweite im Verhalten anderer, im Zufall in Pech und die logische Konsequenz aus dieser Sichtweise ist es lohnt sich kaum aktiv zu werden denn das Ergebnis hängt ja ohnehin nicht von mir selber ab.
00:03:53: Menschen hingegen mit einer eher internalen Kontrollüberzeugung erleben sich selbst als maßgeblichen Einfluss auf das was in ihrem Leben passiert.
00:04:05: nicht in der Illusion völliger Kontrolle, aber im Sinne von meine Entscheidungen und mein Verhalten machen einen Unterschied.
00:04:15: Diese zweite Person in unserem Beispiel könnte zum Beispiel auf die übergangene Beförderung so reagieren.
00:04:22: Okay das ist bitter!
00:04:25: Im Gespräch mit der Chefin könnte sie deshalb sagen was genau hat der Kollegin oder was hat mir genau gefehlt was ich noch nicht mitbringe und was meine Kollegin mitbringt, und was ich aber konkret verändern könnte damit es beim nächsten Mal klappt.
00:04:47: Die gleiche Ausgangslage du merkst, aber komplett unterschiedliche innere Erklärungen und damit auch ein komplett unterschiedlicher nächster Schritt!
00:05:00: Und das zweite Beispiel was ich dir gerne geben würde, was ein bisschen näher am Alltag ist.
00:05:07: Zwei Menschen sitzen im Stau und kommen zu spät zu einem wichtigen Termin.
00:05:12: der eine denkt so was passiert mir doch immer!
00:05:16: Ich habe einfach ständig Pech mit dem Timing Und die andere Person denkt ich hätte früher losfahren oder die Verkehrslage vorher checken können.
00:05:25: das nehme ich mir fürs nächste mal vor.
00:05:28: auch hier haben wir exakt dieselbe Situation aber eine andere Erklärung.
00:05:34: Sie lässt keinen Raum für eigenen Einfluss bei der einen Person und bei den anderen schon, das heißt nicht dass die zweite Person am Stau schuld ist, sie behält sich selbst als jemanden der beim nächsten Mal etwas verändern kann statt sich rein als Opfer der Umstände zu sehen.
00:05:55: Und das ist das Entscheidende dabei!
00:05:59: Beides sind zunächst nur unterschiedliche innere Erklärungsmuster, kein Fakt darüber wie das Leben objektiv funktioniert.
00:06:07: Aber diese Erklärungsmuster haben einen enormen Einfluss darauf, wie handlungsseg wir uns fühlen.
00:06:14: und genau da wird die Kapitänfrage relevant!
00:06:19: Wer glaubt ohnehin nur Passagier auf dem eigenen Schiff zu sein greift seltener zum Ruder selbst wenn die Hand längst frei wäre.
00:06:30: Und ein weiteres Beispiel kann ich dir dazu liefern aus meinem Praxisalltag.
00:06:36: Da kommen Menschen zu mir, wir haben die gleichen Probleme.
00:06:40: sagen wir mal Rückenbeschwerden gibt es ja ganz oft.
00:06:44: Die einen sind ständig am Jammern wie schmerzhaft das ist Wie einschränkend im Alltag was sie alles nicht tun können und die anderen fragen mich ganz gezielt Frau Sen, Sie sind die Fachperson.
00:07:00: Was würden Sie mir jetzt empfehlen?
00:07:03: Und da ich selber so eine Rückenbeschwerde hatte – eine sehr einschneidende und sehr schmerzhafte, also eine Diskussion nehmen, wenn du es wissen möchtest auch etwas was viele Menschen haben kann ich dir an meinem eigenen Beispiel sagen, was ich gemacht habe.
00:07:21: Ich habe entschieden dass dieses Problem mich nicht aus meiner Fluss und aus meiner Lebensqualität bringen wird.
00:07:29: Und ich habe auch entschieden, dass Operation keine Option ist weil ich verstehen möchte warum das in meinem Körper passiert ist.
00:07:37: Weil wenn ich es einfach wegoperiere könnte es ja sein, dass weil ich nicht verstanden habe was der Grund dafür war es mir wieder widerfährt.
00:07:46: Und so habe ich mich damit beschäftigt, habe mit Menschen gesprochen die ähnliche Themen hatten oder eben auch Diskussion und bin auf eine ganz spannende Frau gestoßen.
00:07:56: Die hat mir dann die Lösung präsentiert, die für mich am umsetzbarsten und am logischsten war.
00:08:03: Ich bin dann in einer Schmerzklinik gefahren, habe ganz spezifische Übungen gelernt, damit ich den Muskel der eben auch am Rücken an dieser Stelle drückt weil er verkürzt ist angefangen habe so zu trainieren, dass er wieder in die Länge sich umbauen konnte und so haben meine Schmerzen nachgelassen.
00:08:24: Ich hab angefangen gezielte richtige Übungen zu machen.
00:08:27: ich habe angefangen meine Strukturen von innen heraus so zu unterstützen das sie wieder gesunden konnten und ich bin heute beschwerdenfrei Und ich habe diese Diskussion immer noch.
00:08:39: Die ist da das sieht man auch auf dem Emory.
00:08:41: Sie sind ein bisschen kleiner geworden Aber sie kann sich wieder aktivieren, wenn ich nicht weiterhin diese Maßnahmen sehr ernst nehme meinen Körper zu unterstützen damit er gut damit leben und umgehen kann.
00:08:55: Und das ist eine komplett andere Herangehensweise als wenn ich einfach mich in die medizinische Therapie hineingegeben hätte und gesagt hätte machen Sie das mal weg?
00:09:07: Ich kenne das aus vielen Geschichten.
00:09:08: dann kommt die Herrne an einem anderen Ort wieder!
00:09:14: dieses Beispiel auf alles adaptieren, was uns im Leben widerfährt.
00:09:19: Die Frage ist immer wie gehen wir damit um und wie reagieren wir darauf?
00:09:26: Und die Frage ist jetzt noch für mich ganz wichtig weil mir das so oft auch begegnet.
00:09:31: natürlich warum geben wir denn da Steuer so leicht aus der Hand?
00:09:36: Weil behandeln könnten wir es alle!
00:09:39: Hier kommt ein zweites eng verwandtes Konzept ins Spiel Die Selbstbestingungstheorie der Psychologen Edward Duchy und Richard Ryan, sie beschreibt eben die Autonomie als selbstständiges Handeln im Einklang mit den eigenen Werten.
00:09:57: Als eines von drei psychologischen Grundbedürfnissen neben Kompetenz und sozialer Eingebundenheit.
00:10:05: Das heißt das Gegenteil von Autonomien ist dabei nicht Gemeinschaft sondern Zwang, Kontrolle und Fremdbestimmung.
00:10:14: Und genau hier liegt die Grucks.
00:10:16: Sehr viele von dem oder viel von dem, was uns von außen steuert ist gar kein offener Zwang!
00:10:25: Es ist die leise Erwartung des Umfelds der Vergleich mit anderen, die Sorge aus der Reihe zu tanzen – die Stimme, die sagt das macht man doch nicht.
00:10:36: All das übernimmt schleichend das Ruder ohne dass es sich wie Selbst- oder Fremdbestimmung anfühlt.
00:10:43: Es fühlt sich eher an wie gesunder Menschenverstand, wie Anpassung, wie vernünftig sein.
00:10:50: Merkst du denn Unterschied?
00:10:53: Interessant dabei ist das Forschung aus dem Bildungsbereich zeigt sehr konkret was mit uns passiert wenn von außen Druck aufgebaut wird.
00:11:03: in einer Untersuchung mit Schulklassen wurde ein und derselbe Sportunterricht einmal benotet und einmal unbenotet durchgeführt.
00:11:14: Und jetzt hör dir das an, das ist sehr spannend!
00:11:16: Ohne Benotung war die Motivation der Schüler spürbar höher, sie beteiligten sich freiwilliger.
00:11:25: Hättest du das gedacht?
00:11:26: Ich hätte es gerade andersrum gedacht – und mit Benotungen berichteten Sie von Druckversagensangst und dem Gefühl, sich von anderen beweisen zu
00:11:36: müssen.".
00:11:37: Der äußere Maßstab, die Note hat die eigene innere Motivation praktisch verdrängt.
00:11:44: Also dieses Ergebnis hat mich wirklich erstaunt und zeigt wie wir eben psychologisch gesehen funktionieren.
00:11:51: Und vielleicht kommt jetzt gerade ein eigenes Erlebnis in den Sinn aus der Schulzeit wo du genau das An eigenen Leiberfahren hast das Dinge, die du nicht so gut kannst und wofür du dann bewertet bist.
00:12:03: Dich in deiner eigenen Selbstbestimmung, in deine Selbstwahrnehmung massiv verunsichert haben.
00:12:11: Und genau dieses Prinzip lässt sich auf viele Lebensbereiche übertragen Sobald wir unser Handel vor allem an äußeren Maßstäben ausrichten.
00:12:21: Das ist das was ich dir mit diesem Beispiel aufzeigen möchte.
00:12:24: Also zum Beispiel was denken die anderen, was wird erwartet?
00:12:27: Was muss ich jetzt
00:12:28: tun?".
00:12:29: Dann rückt die eigene innere Ausrichtung in den Hintergrund.
00:12:33: Und mit ihr eben oft auch die übrigen Namen des Steuers auf unserem
00:12:38: Schiff.".
00:12:40: Ja, die Illusion der Wahlfreiheit!
00:12:42: Das türkische daran ist.
00:12:44: wir merken selten wann genau wir das Ruder aus der Hand gegeben haben.
00:12:49: Die meisten Entscheidungen mit denen sich äußere Erwartungen durchsetzen fühlen sich im Moment selbst gewählt an.
00:12:57: Wir sagen uns, ich will das ja auch so – auch wenn es eigentlich der Wunsch des Eltern des Partners des Umfelds war, denn wir irgendwann übernommen und uns zu eigen gemacht haben!
00:13:09: Das bedeutet nicht, dass jeder äußere Einfluss schlecht ist.
00:13:14: Wir sind soziale Wesen.
00:13:16: ein Schiff wird auch nicht komplett unabhängig vom Meer in dem es schwimmt.
00:13:23: Aber es gibt einen Unterschied zwischen einem Kurs, denn du bewusst mit Rücksicht auf dein Umfeld gewählt hast und einem Kors den andere längst für dich festgelegt haben ohne dass du je hinterfragt hast.
00:13:36: Und darum geht es genau das zu überprüfen!
00:13:41: Zum Schluss möchte ich dir ein paar Hilfsansätze mit auf den Weg geben wie du das Ruder in die Hand nehmen kannst.
00:13:52: Wer würde das wollen?
00:13:54: Diese Frage könntest du dir mal stellen bei der nächsten größeren Entscheidung.
00:13:59: Will ich das wirklich oder erfülle ich gerade eine Erwartung, die ich nie bewusst überprüft habe zum Beispiel wenn Du einen Beruf erlernt hast oder Wenn Du an einem Punkt stehst im Leben wo Du etwas Wichtiges entscheiden solltest Dann ist es doch umso wichtiger, dass du einmal auf deine innere Stimme hörst.
00:14:25: Weil natürlich von außen ganz viele Menschen dir sagen was sie jetzt tun würden.
00:14:30: Bleib bei dir!
00:14:32: Und das Zweite ist die eigene Kontrollüberzeugung beobachten.
00:14:36: Achte doch diese Woche mal darauf wie Du über Ereignisse in Deinem Leben sprichst.
00:14:42: sagst Du eh mir ist etwas passiert oder ich habe mich entschieden zu XYZ schon die Sprache verrät, wo du gerade den Kapitän vermutest.
00:14:57: Und das dritte kleine bewusste selbstbestimmte Entscheidungen einbauen.
00:15:02: Autonomie lässt sich trainieren wie ein Muskeln und wie so vieles andere im Leben eine kleine aber bewusst selbst gewählte Entscheidung pro Tag Unabhängig davon, was man erwarten würde.
00:15:17: Stärk dein Gefühl tatsächlich am Ruder zu stehen.
00:15:22: Einfluss von außen bewusst zulassen statt ihn zu leugnen?
00:15:25: Das wäre noch mein letzter Tipp.
00:15:29: und darum geht es nicht das Umfeld zu ignorieren sondern es geht darum bewusst zu entscheiden welchen Rat welche Erwartung du aufnimmst und welche du höflich aber bestimmt vom Board gehen lässt.
00:15:44: Ein Schiff ganz ohne Wind und Strömung gibt es nicht.
00:15:48: Und das ist auch gut so, denn das Leben spielt sich schließlich mit anderen Menschen und den Bedingungen darin ab.
00:15:55: Aber es macht einen Unterschied ob du dich vom Wild treiben lässt oder ob du das Ruder in der Hand hält und bewusst entscheidest wie du mit diesem Wind umgehst.
00:16:07: Deshalb meine Frage an Dich für diese Woche Wenn Du ehrlich entschaust wer hat in den letzten Tagen den Kurs bestimmt, du oder dein Umfeld.
00:16:19: Und nun freue ich mich wenn Du mir davon erzählen magst und wenn Dir diese Folge etwas gebracht hat abonniere den Podcast und teile diese Folge vielleicht mit jemandem der das Steuer gerade an andere abgegeben hat.
00:16:35: Ich freu mich wenn du nächste Woche wieder dabei bist und übernimm das Ruder auch wenn der Wind gerade aus einer anderen Richtung weht.
00:16:46: Das war's für heute bei.
00:16:47: ist das alles?
00:16:48: change your life.
00:16:49: Danke, dass du dabei warst und ich hoffe diese Folge hat dich inspiriert mutig neue Wege zu gehen und das Leben in vollen Süden zu genießen.
00:16:59: Freu Dich schon jetzt auf unsere nächste Begegnung!
00:17:02: In einer Woche.
00:17:03: schick mir gern über Instagram Facebook oder LinkedIn deine Fragen und Anregungen.
00:17:09: Dein Input ist unbezahlbar und macht diesen Podcast so etwas ganz besondere.
00:17:14: Bis bald und vergiss nicht, jeder Tag ist eine Chance dein Leben zu verbessern.
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