Folge 119: Ich habe keine Zeit" – die grösste Lüge, die wir uns täglich erzählen

Shownotes

Schreibe mir gerne deine Fragen, Anregungen und Gedanken einfach unter Instagram oder Facebook. Ich werde sie dir gerne in einer der nächsten Folgen beantworten.

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00:00:04: Hallo und herzlich willkommen bei.

00:00:06: ist das alles?

00:00:07: change your life.

00:00:09: Ich bin Regula Sen und meine Geschichte der Interviews und praktischen Tipps unterstützen dich wieder mehr Pfiff und Schwung in dein Leben zu bringen.

00:00:19: Willst du endlich Veränderungen angehen für ein erstklassiges, lebendvoller Freude und Wohlbefinden?

00:00:26: Dann schnall dich an und lass uns starten!

00:00:35: Zum Sommerspecial, ich habe keine Zeit.

00:00:39: Die größte Lüge die wir uns täglich erzählen.

00:00:44: Hallo und guten Morgen!

00:00:46: Ich bin gerade aus zwei Wochen Griechenland zurück.

00:00:49: kein Laptop kein Geländer, kein schnell noch etwas tun nur mehr Licht und diese Stille die sich erst nach ein paar Tagen einstellt wenn der Kopf endlich aufhört im Hintergrund weiter zu rattern.

00:01:05: Und ich habe wieder gemerkt es tut einfach unfassbar gut wirklich mal Alles hinter sich zu lassen.

00:01:13: Und heute Morgen beim Inleinen kam mir dann dieser satzenden Kopf, den ich in den letzten Wochen wieder gefühlt hundertmal gehört habe von Klienten und von Freunden – von mir selbst vielleicht ab und zu auch wenn ich ehrlich bin!

00:01:29: Ich hab einfach keine Zeit.

00:01:31: Und genau darüber wollen wir heute sprechen.

00:01:35: Schau dich um.

00:01:37: Wie viele Menschen kennst du die durchs Leben hetzen?

00:01:40: die von einem Termin zum nächsten springen, die E-Mails beim Zähneputzen checken.

00:01:46: Die – ich habe es gleich geschafft – sagen und wenn ich dann Zeit habe, dann!

00:01:53: Und das seit Jahren?

00:01:55: Das Fatale daran, die meisten von ihnen ignorieren die Warnsignale, die ihr Körper längst sendet.

00:02:03: Die Müdigkeit, die sie nicht mehr wegschlafen lässt.

00:02:06: Das Nervensystem, das immer empfindlicher reagiert auf Lärm und Kritik, auf die kleinste Unpestlichkeit im Tag.

00:02:14: Der Schlaf, der sich verändert, schwerer einschlafen, nachts wach liegen morgens trotz dem müde Aufwachen!

00:02:20: Und irgendwann diese leise aber hartnäckige Erkenntnis ich bin eigentlich nicht mehr richtig

00:02:25: glücklich.".

00:02:27: Das ist kein Zufall Und auch kein persönliches Versagen.

00:02:31: Dafür gibt es inzwischen einen Namen aus der Forschung, Time Faming.

00:02:37: Zeitnot als kollektives kulturelles Phänomen.

00:02:43: Ist das nicht der Wahnsinn?

00:02:45: Die Sozialpsychologin Ashley Williams von der Harvard Business School hat das über Jahre untersucht.

00:02:53: Ihre Studien zeigen etwas Bemerkenswertes Menschen, die sich chronisch zeitknapp fühlen sind unglücklicher, ängstlicher und anfälliger für depressive Verstimmungen.

00:03:06: Aus Menschen, der sich zeitreich fühlen – und zwar unabhängig davon wie viel sie tatsächlich verdienen oder besitzen!

00:03:17: Zeitnot belastet unser Wohlbefinden teilweise sogar stärker als Arbeitslosigkeit einer der größten anerkannten Stressfaktoren überhaupt.

00:03:28: Und das Interessante, es hängt nicht in erster Linie daran dass wir objektiv weniger Zeit haben als frühere Generationen.

00:03:38: Es liegt daran wie wir sie erleben und womit wir sie füllen.

00:03:47: Diese zwei Wochen in Griechenland haben mir noch ganz klar gezeigt die Menschen da mit dem Erleben Der Tageszeit, der Zeit die Ihnen zur Verfügung steht komplett anders umgehen.

00:04:00: Sie nehmen sich die Zeit noch einen Schwarz zu führen während sie ihren Frappé Café einkaufen gehen.

00:04:09: Sie nehmen sich die zeit mittags in Ruhe miteinander zu essen ausgedehnt zu schwarzen und danach noch eine Pause einzulegen.

00:04:19: Wie kann das kritisieren, dass im Süden die Menschen vielleicht weniger arbeitstüchtig sind?

00:04:25: Aber sie haben auch viel zu heiß da unten.

00:04:29: Es geht gar nicht schneller und diese natürliche Bremse ist vielleicht sogar eine gesunde Regulierung des Alltags.

00:04:39: Denn was Dauer Stress wirklich im Körper anrichtet Das wissen wir längst.

00:04:45: Schauen wir doch mal das Nervensystem an.

00:04:48: Das erklärt, warum sich keine Zeit haben nicht nur unangenehm anfühlt sondern uns wirklich krank macht.

00:04:54: Unsere Körper sind für kurzfristigen Stress gebraucht.

00:04:58: Eine Bedrohung taucht auf dass sympathische Nervensystems schaltet in den Kopf oder Fluchtmodus, Cortisol und Adrenalin werden ausgeschüttet.

00:05:07: wie reagieren?

00:05:07: und danach beruhigt sich das System wieder.

00:05:10: Dass es gesund ist, das ist evolutionär sinnvoll!

00:05:16: Das Problem ist nun aber, dass unser Nervensystem unterscheidet natürlich nicht zwischen einem Säbelzahntiger und einem überfüllten Kalender.

00:05:25: Wenn der Alarmzustand nie richtig abklänkt – weil ständig der nächste Termin die nächste Nachricht, die nächste Deadline wartet bleibt der Körper dauerhaft in Habacht-Stellung!

00:05:36: Die Cortisolkurve, die eigentlich morgens hoch und abends niedrig sein sollte, flacht ab.

00:05:41: Der Spiegel bleibt auch abends erhöht Und genau da stört die Melatoninbildung und damit den Schlaf.

00:05:47: Man liegt wach, obwohl man erschöpft ist körperlich müde aber innerlich angetrieben wie es in der Stressforschung oft beschrieben wird.

00:05:56: Dann kann man übrigens auch kein Körperfett mehr abbauen.

00:05:59: dann wird auch der Zuckerstoffwechsel gestört und dieser Zustand ist kein Randphänomen.

00:06:07: Untersuchungen zu chronischer psychische Belastung, etwa durch Arbeitsdruck oder ständiger Reichbarkeit bringen ihn in Verbindung mit einem spürbar höheren Risiko für Herzkreislaufverkrankungen.

00:06:19: Für ein geschwächtes Immunsystem und für Schlafstörungen die sich wiederum gegenseitig mit dem Stress hochschaukeln und es entsteht einen Teufelskreis.

00:06:30: Ich habe nur letzte Woche mit zwei neuen Klienten gesprochen in die momentane gesundheitliche Schieflage geraten sind und zwar also nicht ein bisschen, sondern mit Spital-Einweisung.

00:06:49: Das heißt ich habe keine Zeit ist nicht einfach eine Flosklessis biologisch betrachtet – einen Daueralarmzustand den unser System auf lange Sicht nicht kostenlos mitmacht.

00:07:02: Und jetzt könnte man sagen ja okay dann reduziere Ja, so einfach ist es leider nicht.

00:07:09: Weil Beschäftigtein in unserer Kultur zu einer Art Status-Sumbul geworden ist.

00:07:15: Wer viel zu tun hat wirkt wichtig!

00:07:18: Was ständig erreichbar ist, wirkt engagiert und wer von Termin zu Terminhetzt wirkt produktiv.

00:07:26: Nur?

00:07:27: Beschäftigung und Wirkung sind nicht dasselbe.

00:07:31: Es gibt sogar einen Begriff dafür was viele von uns stattdessen betreiben – Busyburg Beschäftigung um der Beschäftigung will.

00:07:39: Umfragen aus dem Arbeitsumfeld teuten darauf hin, dass ein erheblicher Teil der Arbeitszeit in Tätigkeiten fließt die im Grunde niemand wirklich weiterhelfen aber das gute Gefühl geben etwas getan zu haben.

00:07:52: Also ich bin jetzt ganz ehrlich Ich kenne das von mir!

00:07:57: Ich kende das, dass wenn ich unorganisiert arbeite Dass genau dieses busy working steht.

00:08:06: Ich habe dann am Abend das Gefühl, ich hab weiß ich was getan aber von den Fakten her habe ich eigentlich wenig wirklich zielorientiertes umgesetzt.

00:08:19: Das gibt auch so eine innere Unruhe und Eingramm dafür ist übrigens ein Mythos der sich hartnäckig hält.

00:08:26: Der Mythos vom effizienten Multitasking.

00:08:30: Forscher wie Ophir, Nass und Wagner haben in Stanford schon vor einem Jahrzehnt gezeigt Menschen die viel zwischen Aufgaben hin- und herspringen sind nicht etwa besser darin.

00:08:42: Sie schneiden bei Konzentration, Gedichtnis und Aufgabenwechsel sogar schlecht ab als Menschen, die sich auf eine Sache konzentrieren.

00:08:51: Jeder Wechsel zwischen Aufgabekostet messbar Zeit und Energie.

00:08:55: Multitasking fühlt sich produktiv an.

00:08:58: Dank kleiner Dopaminkicks bei jeder abgehackten Mini-Aufgabe ist es aber meistens nicht.

00:09:04: Und jetzt die eigentlich Frage, die mich seit heute Morgen beschäftigt – wie viel von unserer tatsächlichen Lebenszeit verschwenden wir mit genau solchen Unnützen to do's?

00:09:16: Mit dem dritten Blick aufs Handy in einer Minute, mit der E-Mail die auch Morgenzeit gehabt hätte.

00:09:23: Mit dem Aufräumen das eigentlich nur aufschieben einer wichtigeren aber unangenehmenen Aufgabe ist?

00:09:29: Mit dem Ja sagen zu Dingen die uns wirklich abverlangt hat außer wir selbst niemand sonst.

00:09:37: und rechnet es mal hoch!

00:09:40: Ein paar verschenkte Stunde pro Woche über Monate oder Jahre Das sind keine verloren Minuten.

00:09:47: das ist gelebtes Leben, dass an Dinge geht die uns hinterher nicht einmal wichtig waren.

00:09:55: Die gute Nachricht es braucht keine zwei Wochen Griechenland um daraus zu kommen.

00:10:00: und wenn ich sie jedem von Herzen gönne ein paar Gedanken dich mit dir mitgeben will nehmt ihr doch einmal Zeit diese zeitnot wirklich ernst zu nehmen nicht einfach wegatmen.

00:10:13: Wenn der Körper mit Schlafproblemen Reizbarkeit oder ständiger Erschöpfung reagiert, ist das kein Charakterschwäche.

00:10:20: Das ist ein Signal!

00:10:22: Das gehört werden will bevor es lauter wird.

00:10:25: und als Gesundheitsexpertin seit über dreißig Jahren kann ich dir versichern wenn du da nicht hinhörst dann wirst Du das teuer bezahlen.

00:10:36: Das sind Alarmzeichen die man wirklich ernst nehmen sollte.

00:10:41: Und dann versuche doch mal Beschäftigung von Bedeutung zu trennen.

00:10:45: Frag dich bei jeder nächsten To-do-Liste ehrlich, was davon bewegt wirklich etwas – in meiner Arbeit?

00:10:51: In meiner Gesundheit?

00:10:52: In meinen Beziehungen!

00:10:54: Was ist nur geschäftiges Rauchschön das mich vom eigentlich Wichtigen fernhält?

00:11:00: Das ist ein Punkt da muss ich selber noch dran arbeiten.

00:11:04: Nun das Dritte die Zeit bewusst zurückkaufen.

00:11:08: Die Forschung dazu ist ziemlich eindeutig Menschen, die aktiv Zeit für sich schaffen.

00:11:13: Sei es indem sie eine lästige Aufgabe abgeben oder auslagen.

00:11:19: Zum Beispiel vielleicht die Hausarbeit, die einen Hausfee machen darf für dich damit du in dieser Zeit am See spazieren gehen kannst oder das Auto, dass jemand anderes für dich putzen kann oder die Buchhaltung, die du vielleicht einer Expertin übergeben kannst.

00:11:38: Sie berichten von spürbar mehr Zufriedenheit.

00:11:42: Ja klar, weil sie sich für sich eingesetzt haben.

00:11:44: es geht nicht darum mehr zu leisten.

00:11:46: Es geht darum weniger von dem zu tun was ohnehin nicht zählt.

00:11:51: und viertens echte pausen einplanen Nicht nur erhoffen ja das ist etwas dass können wir glaube ich uns alle zu herzen nehmen nicht das hände in der pause sondern eine pause Von der dauerreichbar.

00:12:04: Das Nervensystem braucht diese Signale, dass die Gefahr vorbei ist um wirklich herunterzufahren.

00:12:13: Ich nehme aus Griechenland vor allem eines mit!

00:12:16: Ich hatte plötzlich wieder das Gefühl Zeit zu haben nicht weil ich weniger zu tun hatte sondern weil ich bewusst entschieden habe was in dieser Zeit hineingehört und dieses Gefühl will ich mich jetzt zurück im Alltag nicht sofort wieder wegnehmen lassen.

00:12:32: Deshalb meine Frage an dich für diese Woche Wo in deinem Alltag sagst du ich habe keine Zeit, obwohl es eigentlich heißt das ist mir gerade nicht wichtig genug.

00:12:43: Und was würde sich ändern wenn Du das einmal ehrlich für Dich sortierst?

00:12:49: Ich freue mich, wenn Du mir davon erzählst und wenn Dir diese Folge etwas gebracht hat dann abonniere den Podcast und zerle gerne einer Person davon die genau das gerade braucht!

00:13:02: Bis nächste Woche und pass gut auf, auf deine Zeit.

00:13:06: Sie ist das Einzige was du wirklich nicht nachkaufen kannst!

00:13:12: Das war's für heute bei.

00:13:13: ist das alles?

00:13:14: Change Your Life?

00:13:15: Danke dass Du dabei warst und ich hoffe diese Folge hat dich inspiriert mutig neue Wege zu gehen und das Leben in vollen Züden zu genießen.

00:13:25: Freue dich schon jetzt auf unsere nächste Begegnung in einer Woche.

00:13:28: Schick mir gern über Instagram, Facebook oder LinkedIn deine Fragen und Anregungen!

00:13:34: Dein Input ist unbezahlbar und macht diesen Podcast zu etwas ganz Besonderes.

00:13:40: Bis bald und vergesst nicht – jeder Tag ist eine Chance dein Leben zu verbessern.

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